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Menschen aus Euenheim Dr. Mario Kramp
Werner Biedermann

Dr. Mario Kramp

Der Euenheimer als solcher ist eher bodenständig. Doch um gewisse Dinge zu vollbringen, muss sich auch der bodenständigste Menschenschlag auf den Weg machen - zum Beispiel um ein Studium zu absolvieren, eine Doktorarbeit zu schreiben und eine wissenschaftliche Karriere zu machen.

Diesen Weg ging Dr. Mario Kramp. Der 38-jährige ist ein "Eueme Jung", der als junger Mann seinen Heimatort verließ, um in Aachen und Paris Kunstgeschichte zu studieren. Dies tat er mit so großem Erfolg, dass seine Dissertation über Politik und Kirchenbau im kapetingischen Reich mit der Borchers-Medaille ausgezeichnet wurde.

Obwohl Stellen für Kunsthistoriker nicht gerade reich gesät sind, gelang dem prämierten Nachwuchsforscher der Einstieg in eine wissenschaftliche Laufbahn. Beim Kölnischen Stadtmuseum war er unter anderem an der Vorbeitung der Ausstellung "Marianne und Germania" beteiligt.

Dr. Kramp hat sich mit seinen Forschungen zur deutschen und französischen Kunstgeschichte etabliert. Was lag da näher, als ihn mit der Organisation der großen Aachener Ausstellung "Krönungen - Könige in Aachen" zu beauftragen? Zusammen mit einem Team hochmotivierter Wissenschaftler bereitet er die Kunst-Schau vor, von der Großes erwartet wird.

Es dauert Jahre, bis so eine umfassende Ausstellung realisiert werden kann. Je bedeutender eine Ausstellung ist, desto mehr bemühen sich die Organisatoren um hochkarätige Ausstellungsstücke. Nicht selten handelt es sich dabei um Staatskunst. Um solche Exponate als Leihgabe zu gewinnen, bedarf es diplomatischen Verhandlungsgeschicks und einiger Hartnäckigkeit. Zahlreiche Gespräche bei Museumsdirektoren sind notwendig, die naturgemäß nicht begeistert sind, dass man ihnen die besten Stücke aus den Vitrinen holen will. Dr. Mario Kramp: "Neben dieser Kärrnerarbeit haben der Kurator und seine Leute noch eine Menge anderer Dinge zu erledigen. So ein Ausstellungskatalog schreibt sich schließlich auch nicht so nebenher."

Vom 12. Juni bis zum 3. Oktober 2000 lief die Ausstellung mit grossem Erfolg im Rathaus, der Domschatzkammer und dem Dom zu Aachen.




22.10.2017 - 15:34